Betriebsprüfung – was nun?

Betriebsprüfungen des Finanzamtes werden immer häufiger. Die Intensität hat in den vergangenen zwei Jahren deutlich zugenommen. Dies spiegelt die Einführung der Kassen-Nachschau zum 1. Janaur 2018 wider, wonach die Finanzverwaltung gem. § 146 b AO ermächtigt wurde, unangekündigt die Herausgabe der Kassenbuchführung und den Zugriff auf die Kasse zu verlangen.

Die Ankündigung und der Verlauf einer Betriebsprüfung lösen selten Euphorie aus. Kommen die Betriebsprüfer in vielen Fällen zu Hinzuschätzungen und damit zu einem betrieblichen Mehrergebnis, welches in der Regel Steuernachzahlungen (Einkommen-, Gewerbe- und/ oder Umsatzsteuer) mit sich bringt. Dies führt bei den Steuerpflichtigen oft zu Ungewissheiten, gepaart mit Unsicherheit und Existenzängsten. Emotionen sind in der Regel kein guter Ratgeber und verleiten in diesem Moment zu fatalen Fehlentscheidungen. Spätestens jetzt ist es hilfreich, einen kompetenten steuerlichen Berater in Sachen Betriebsprüfung an seiner Seite zu wissen.

 

Selbstanzeige als letzte Chance

Wir von LÜCKE UND LÜCKE in Uelzen und Salzwedel haben langjährige Erfahrung auf diesem Gebiet. Die Betriebsprüfung wird in der Regel durch eine Prüfungsanordnung eingeleitet, die dem Steuerpflichtigen direkt oder über seinen steuerlichen Berater bekannt gegeben wird. Die Bekanntgabe ist dabei ein wichtiger Moment. Denn jetzt hat der Mandant bei bewussten steuerlichen Unregelmäßigkeiten letztmalig die Chance, vor Bekanntgabe der Prüfungsanordnung den steuerrelevanten Sachverhalt z.B. durch eine Selbstanzeige nach § 371 Abgabenordnung (AO) anzuzeigen, ohne steuerstrafrechtliche Auswirkungen zu riskieren.

 

Wo und was wird geprüft?

Die Betriebsprüfung findet entweder im Betrieb selbst oder beim steuerlichen Berater statt, „notfalls“ auch an Amtsstelle. Das Ziel der Betriebsprüfung ist es, zu kontrollieren, ob die vom Mandanten angegebenen steuerbedeutsamen Tatsachen korrekt sind. Je nach Branche kann sich die Prüfung auf verschiedene Bereiche der Firma (Kassenführung, Reisekosten, Anstellungsverträge oder Inventurlisten) konzentrieren.

 

Der professionelle Auftritt

Fachliche Kompetenz und jahrelange Erfahrung des steuerlichen Beraters sind bei einer Betriebsprüfung entscheidend. Aber auch der Mandant selbst kann zu einem erfolgreichen Ergebnis beitragen. Fragen des Prüfers sollten beispielsweise möglichst zeitnah und vollständig beantwortet werden, um kein Misstrauen zu erwecken oder den Ablauf nicht zu verzögern. Denn eine solche Prüfung bedeutet immer auch eine Behinderung des Betriebsablaufes und zieht zusätzliche Kosten nach sich.

In strittigen Angelegenheiten sollte stets der Fachmann zu Rate gezogen werden. Denn nicht selten werden Kompromisse vorschnell geschlossen, um einer Auseinandersetzung mit dem Finanzamt aus dem Wege zu gehen. Wir von LÜCKE UND LÜCKE in Uelzen und Salzwedel stehen Ihnen mit Erfahrung, Feingefühl und Know-how während des gesamten Prüfungsprozesses zur Seite.

 

Der künftige Steuerbescheid

Am Ende der Prüfung findet eine Schlussbesprechung statt, in der es die Möglichkeit gibt, Unstimmigkeiten zu klären. Diese Besprechung kann im beiderseitigen Einvernehmen ausfallen. Anschließend wird der Betriebsprüfungsbericht versandt, der als Basis für künftige Steuerbescheide gilt. Gegen die aus dem Prüfungsbericht resultierenden Bescheide kann mit einem Einspruch ein Rechtsbehelf eingelegt werden.